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Mercedes-Benz Sprinter

Weltpremiere in Duisburg

Mercedes-Benz hat den neuen Sprinter vorgestellt, den es nun mit Frontantrieb gibt, verbunden mit einem McPherson-Federbein. Hinterrad- und Allradantrieb der dritten Sprinter-Generation wurden leicht überarbeitet. Reisemobil International hat die wichtigsten Neuerungen auf einen Blick.

Mercedes-Benz hat den neuen Sprinter in Duisburg vorgestellt. Es gibt ihn mit Frontantrieb verbunden mit einem McPherson-Federbein. Hinterrad- und Allradantrieb der dritten Sprinter-Generation wurden leicht überarbeitet. Außerdem punktet der Transporter mit Fahrassistenzsystemen, wie es sie in modernen Pkws gibt.

Heiko Paul, Chefredakteur von Reisemobil International, war bei der Präsentation auf der Mercatorinsel in Duisburg dabei.
Foto: Timo Großhans

Vor allem bei den Herstellern großer Reisemobile wird der Frontantrieb-Sprinter interessant. Er soll nicht viel teurer werden als die anderen Basisfahrzeuge. Und es gibt ihn als „Triebkopf“ samt Al-Ko-Chassis, womit man prima Reisemobile bauen kann. Und dank Frontantrieb ist unterm Fahrzeug keine Kardanwelle im Weg – Technik wie Tanks lassen sich prima platzieren. Zudem hat der Frontler rund 50 Kilogramm mehr Zuladung und der Laderaumboden ist um 80 Millimeter abgesenkt.

Für die Vanszene bleibt der Sprinter für große Stückzahlen zu schmal. Querbetten sind hier immer ein Kompromiss. Ein großes Fragezeichen vor dem ersten Fahrtest ist die Frage nach der Vorderachsabstimmung. Denn Allrad- wie Hinterradantrieb haben weiterhin eine Querblattfeder aus Kunststoff. Es wird sich zeigen, ob diese mit dem VW Crafter mithalten können. Zwar schon komfortabel, aber mit starker Wankneigung. Die Abstimmung soll aber überarbeitet worden sein.

Der Frontantrieb bekommt moderne McPherson-Federbeine mit Dreieckslenker und Feder-Dämpfer-Paketen. Bei beiden Systemen setzt Mercedes auf eine elektrische Lenkung, die einen Lenkeingriff durch die vollumfänglich vorhandenen Fahrassistenzsysteme zulässt. Wie einem Abstandsautomaten mit Seitenlinienerkennung.

Bei einer ersten Sitzprobe im neuen Sprinter fällt zum Beispiel die fehlende Handbremse auf. Bis auf das Modell mit der höchsten Tonnage (5,6 Tonnen beim Kastenwagen) ist der Sprinter mit einer elektrischen Feststellbremse ausgestattet, so lassen sich die Sitze besser drehen.

Bei den Motoren bleibt erstmal alles gleich. Das Schaltgetriebe bietet sechs Gänge. Für Modelle mit Allrad- und Hinterradantrieb gibt es eine Siebengang-Automatik, für den neuen Fronttriebler eine Neungang-Automatik. Bei Letzterem ist der Motor nun quer eingebaut.

Technische Daten des Mercedes-Benz Sprinter

  • Frontantrieb: max. 5,5 t, 130 kW
  • Hinterradantrieb: max. 5,5 t, 140 kW
  • Allradantrieb: max. 5,0 t, 140 kW
  • Sechsgang-Schaltgetriebe und Siebengang-Automatik für Modelle mit Allrad- und Hinterradantrieb
  • Neungang-Automatik nur für Frontantrieb
  • Vierzylinder-/Sechszylinder-Turbodiesel, Direkteinspritzer
  • Hubraum: 2.287 cm./3.000 cm.
  • Leistung: 105 kW (143 PS), 120 kW (163 PS), 140 kW (190 PS)
  • Drehmoment: 330 Nm, 360 Nm, 440 Nm

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