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Volkswagen T6.1

Eigentlich T5.3

Ab Herbst 2019 ist der neue VW T6 Facelift erhältlich. Außer der schärfer gezeichneten Frontpartie gibt es auch einige technische Neuerungen. Reisemobil International hat die Infos für Sie zusammengestellt.

Seit 2003 gehört der kantige VW-Transporter, Caravelle, Multivan oder California zum alltäglichen Straßenbild. 2009 erfolgte das erste Facelift und die 2,5 Liter Pumpe-Düse Dieselmotoren wurden durch 2 Liter Direkteinspritzer ersetzt. 2015 folgte die Einführung des VW T6 – der gemeinhin als zweites Facelift bezeichnet wurde, denn wahnsinnig viel hat sich nicht geändert. Am einfachsten sind T5 und T6 an der Heckscheibe zu erkennen, die vom T6 hat eine gerade Kante unten. Es ist also völlig okay, wenn Dr. Thomas Sedran, Vorsitzender des Markenvorstands VW-Nutzfahrzeuge, davon spricht, das man Perfektes kaum besser machen kann. Deshalb hätten sie auch nicht zu viel verändert. Man nennt den VW T5.3 zwar VW T6.1, im Grunde ist es aber nur ein weiteres Update des inzwischen seit 16 Jahren erfolgreichen Klassikers.

„Back to the Roots“ hieß es bei der offiziellen Vorstellung: Vor 70 Jahren ist der Bulli in Wolfsburg gestartet, jetzt kommt die „Ikone, neuester Stand“. Knapp 12 Millionen Fahrzeuge wurden seit dem T1 verkauft, heute sind es noch immer rund 200.000 jährlich und über 20.000 VW-California 2018. T, so Dr. Sedran, steht für Lebenseinstellung und Mobilität.

Das aktuelle Facelift besteht hauptsächlich aus einer schärfer gezeichneten Frontpartie – mit mehr Chrom und LED-Streifen –, neuen Scheinwerfern – jetzt mit H7 serienmäßig –, neuem Kühlergrill mit größerem Lufteinlass, neuen Stoßfängern und neuen LED-Rückleuchten. Im Innenraum gibt es optional ein neues Cockpit, welches Anfang März in Genf auch im neuen VW Passat vorgestellt wird. Große Touch-Displays mit bis zu 9,2 Zoll, viele neue Ablagen, komplette LED-Innenbeleuchtung, auf Wunsch ein 10,25 Zoll großes Digital Cockpit und eine durch das gesamte Modellprogramm verbesserte Grundausstattung machen endgültig Schluss mit Nutzfahrzeug.

Wirklich spannend ist aber die Einführung der elektromechanischen Lenkung vom Zulieferer ZF, die in Verbindung mit den Kameraaugen von Bosch den Weg für das volle Programm an Assistenzsystemen frei machen: Teils serienmäßig, meist jedoch im Paket und aufpreispflichtig gibt es: Multikollisionsbremse, Bremsassistent, Berganfahrassistent, Spurwechselassistent, automatische Distanzregelung ACC, Front Assist, Side Assist, Park Pilot, Rückfahrkamera Rear View, Müdigkeitserkennung, Seitenwindassistent, Spurhalteassistent Lane Assist, Park Assist, Trailer Assist, Ausparkassistent und Verkehrszeichenerkennung.

Ab Multivan wird der neue T6 auch serienmäßig mit „We Connect“ ausgestattet sein. Dann reagiert der VW aufs Wort: „Hey Volkswagen, mach die Sitzheizung an“ funktioniert wohl schon, an „Hey Bulli“ wird noch gearbeitet.

Die Motoren erfüllen alle die Abgasnorm Euro 6d-TEMP-EVAP, die für Neuzulassungen ab 1. September 2019 vorgeschrieben ist. Dafür mussten einige Triebwerke ein paar Federn lassen: Die kleinste Motorisierung hat jetzt 66 kW/90 PS, gefolgt von 81 kW/110 PS. Der 110 kW/150 PS durfte seine Leistung behalten, der 150 kW wurde wiederum auf 146 kW/199 PS gedrosselt. 4Motion und DSG gibt es ab 150 PS optional.

In Kooperation mit dem Premiumpartner ABT wird es auch zwei Elektro-Varianten mit einer Leistung von 82 kW/112 PS und einer Batteriekapazität von 38,8 kW/h oder 77,6 kW/h für 200 oder 400 Kilometer Reichweite geben.

Zu den Preisen ist bisher nichts bekannt. Ebenso wenig natürlich wie zu der Frage, wie lange die Laufzeit des T6.1 sein soll – da man theoretisch ja schon mit einem VW T7 gerechnet hatte.

Der neue alte Bulli soll ab dem zweiten Quartal 2019 erhältlich sein.

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