Caravaning Industrie Verband (CIVD)

Rekorde, Rekorde, Rekorde

„Das Jahr 2017 geht für die Caravaning-Branche als Rekordjahr in die Geschichte ein.“ Mit diesen Worten eröffnete Hermann Pfaff, Präsident des Herstellerverbands CIVD, die diesjährige Verbands-Pressekonferenz. Traditionell findet sie auf der CMT in Stuttgart statt.

Demnach wurden im abgelaufenen Jahr in Deutschland genau 63.264 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen. Damit ist das bisherige Allzeithoch von 54.981 Einheiten gebrochen – es stand nach der Wiedervereinigung bislang unantastbar in der Statistik.

Insgesamt 40.579 neue Reisemobile fanden 2017 einen Käufer, was einem Plus von 15,5 Prozent entspricht. Die Rekordmonate waren April und Mai mit jeweils mehr als 6.000 Neuzulassungen.

Bei Caravans lag die Zahl der Neuzulassungen 2017 bei 22.696, das sind 14,9 Prozent mehr als 2016. Damit erzielten Wohnwagen das beste Ergebnis seit 15 Jahren.

Als Gründe für die gesteigerte Nachfrage gelten:

  • Die wirtschaftliche Entwicklung erzeugt günstige Rahmenbedingungen.
  • Die niedrigen Zinsen unterstützen potenzielle Käufer in ihrem Entschluss,
  • Das Urlaubsverhalten hat sich zugunsten des Caravanings verändert, es ist keine Nischenurlaubsform mehr. Hermann Pfaff sagte: „Caravaning ist in der Gesellschaft angekommen.“
  • Die TV-Kampagne habe mit dazu beigetragen, dass Caravaning als sexy gelte.
  • Reisemobile sind zum Großteil alltagstauglich.

Aus diesen positiven Zahlen und Fakten ergibt sich für 2017 ein Rekordumsatz in der Caravaning-Branche von 10,3 Milliarden Euro. Neufahrzeuge tragen dazu 5,92 Milliarden bei (plus 23 Prozent), Gebrauchte 3,56 Milliarden Euro (plus 13 Prozent) und Zubehör 855 Millionen Euro (plus 6 Prozent).

Für das laufende Jahr erwartet der CIVD bei den Neuzulassungen ein Plus von zehn Prozent. Bei Reisemobilen bedeutete das eine Zahl von 44.500, bei Caravans von 25.000 Einheiten.

  • Info: CIVD

  • Text: Claus-Georg Petri

  • Bild: Messe Stuttgart