Vor allem im Bad spielt außerdem die Farbtreue-Wiedergabe (CRI, früher RA) eine wichtige Rolle. Tageslicht hat einen CRI-Wert von 100. Liegt der Wert der eingebauten LEDs deutlich darunter, wirkt der Mensch beim Blick in den Spiegel blasser als er tatsächlich ist. Für die Dame des Hauses – in diesem Fall des Reisemobils – kann das unangenehme Folgen haben. Schminkt sie sich bei Licht mit einem niedrigen CRI-Wert, so sieht sie im Freien schnell aus, als wäre sie in einen Farbtopf gefallen. Für die „normale“ Tischbeleuchtung sollte der CRI-Wert daher mindestens 80 betragen, im Bad sind 90 und mehr angebracht.

Reisemobilisten, die anhand der oben genannten Kriterien ihre Leuchtmittel auswählen, werden sich am Ende mit der neuen LED-Beleuchtung pudelwohl fühlen. Auch wenn das neue Licht zunächst noch etwas ungewohnt sein dürfte. „Nach vier bis fünf Tagen will man nichts anderes mehr“, verspricht Detlef Stendel. Nicht nur, weil der Reisemobilist bei jeder Betätigung des Lichtschalters Strom und Geld spart. Sondern auch, weil er sich bei einer Lebensdauer der LEDs von 8.000 bis 12.000 Stunden die nächsten Jahre garantiert keine Gedanken mehr um die Beleuchtung in seinem Fahrzeug machen muss.

Begriffserklärung

Der eine sagt Lampe, der andere Leuchte – und was genau ist jetzt
das Leuchtmittel? Um Verwirrung vorzubeugen, eine kurze Begriffsklärung: Leuchten oder Leuchtmittelträger nennt der Fachmann das Gehäuse, also den Einbauspot, die Stehlampe, die Deckenleuchte inklusive Fassung. Beim Leuchtmittel handelt es sich um das, was in die Leuchte eingesetzt wird und Licht erzeugt: Glühbirnen, Leuchtstoffröhren, Halogen, LEDs.

Modelle und Sockel

1. Modelle:
Von LED-Leuchtmitteln gibt‘s verschiedene Modelle, um einzelne Halogenbirnchen oder einen kompletten Strahlereinsatz zu ersetzen. So ersetzen LEDs in Form von runden Platinen oder sogenannten Stiftsockeln, die kleinen Türmchen ähneln, alte Halogenbirnchen. Es gibt sogar sogenannte Soffitten, längliche Birnen mit einer Kappe an jedem Ende, die zwischen zwei Klammern eingeklemmt werden.

Komplette LED-Strahlereinsätze sind an der Bezeichnung MR zu erkennen, die Zahl dahinter gibt die Größe an, zum Beispiel:
MR11: Strahler mit vorne 3,5 cm Durchschnitt, Höhe: 28 bis 30 mm (ohne Stifte)
MR16: Strahler mit vorne 5 cm Durchschnitt, Höhe: 40 mm (ohne Stifte)
Außerdem gibt es LEDs auch als Lichtleisten oder als selbstklebende Bänder. Lichtleisten eignen sich zum Unterbauen unter Staufächer, wo sie für zusätzliche Beleuchtung sorgen. Selbstklebende Bänder lassen sich ganz einfach an Kanten befestigen und verbreiten ein angenehmes, indirektes Licht.

Austausch leicht gemacht

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Der Wechsel ist einfach. Zunächst die Abdeckung öffnen und das Leuchtmittel identifizieren – hier ein Halogenstiftsockelbirnchen mit seitlichem G4-Sockel.

2017-10-04T16:15:54+00:00 Ratgeber|0 Kommentare

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