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Marderschutz fürs Wohnmobil

Nagendes Problem

Marder sind für so manchen kapitalen Motorschaden verantwortlich. Dabei ist die Nachrüstung eines Marderschutzes kinderleicht. Wir erklären, wie so ein System funktioniert.

Es scheint den kleinen Räubern völlig egal zu sein, in welchem Motorraum sie sich tummeln: Ob neuester Oberklasse-Audi, gespickt mit elektronischen Steuersystemen aller Art, oder ältester Fiat Ducato mit Wohnaufbau hinterm Fahrerhaus – offenbar übt Gummi eine besondere Anziehungskraft auf die flinken Gesellen aus. Je nach Fahrzeug gehen Marderschäden oftmals in die Tausende.

Warum schlüpfen Marder überhaupt in die Motorräume? Leider sind sie mächtig neugierig und untersuchen alles mit ihren messerscharfen Zähnen. Die Crux: Dabei markieren sie ihr Revier. Wird nun ein markiertes Fahrzeug in das Revier eines anderen Marders gestellt, kochen bei diesem die Hormone hoch: Er fühlt sich hochgradig provoziert, flippt völlig aus und zerbeißt was nach dem Kontrahenten riecht.

Einfachste Lösung des Problems: das Fahrzeug in eine geschlossene Garage stelle. Doch kaum jemand besitzt eine entsprechend große Halle für seinen Camper, und auf Reisen entfällt diese Option. Den Motorraum so abzudichten, dass kein Marder eindringen kann, ist kaum möglich – und mit Hausmitteln wie Hundehaare und Urinstein die Tiere vom Motorraum fern zu halten, sind fragwürdige Maßnahmen.

Marderschutz fürs Wohnmobil: Effektiver Schutz vor Marderbissen

Sehr viel effektiver und erfolgsversprechender sind da schon Marder-Schreck-Anlagen, wie beispielsweise von der Nobert Schaub Gmbh. Sie vertreiben via Ultraschall und Hochspannung die Tiere, bevor diese Schaden anrichten. Der aus dem gelben Lautsprechergehäuse austretende Ultraschall ist für Menschen nicht hörbar, für Marder aber äußerst unangenehm, sodass sie flüchten. Dazu kommen zur Marderabwehr die Kontaktplatten, die im Motorraum so montiert werden, dass ein Marder sie zwangsläufig berühren muss und erschrocken die Flucht ergreift.

Die Firma Freizeit Mobile Teck in Holzmaden bei Kirchheim/Teck hat für Reisemobil International einen Camper mit dem Hochspannungsgerät von Marder Stop&Go bestückt. Dies ist mit zwei mal drei Volt Knopfzellen bestückt und somit für rund 18 Monate völlig autark. So bleibt der Marderschutz sogar aktiv, wenn im Winter die Batterie des Wohnmobils ausgebaut ist.

Der Stromschlag schadet dem Tier übrigens nicht. Alternativ kann ein Marderschreck auch an die Starterbatterie angeschlossen werden – der Stromverbauch ist mit 0,4 Ampere extrem niedrig. Das hier beschriebene Kit kostet ca. 200 Euro.

Infobox

Alle Details zum Einbau der Marder-Schreck-Anlage der Norbert Schaub GmbH lesen Sie in Reisemobil International, Ausgabe 07/2021 – jetzt in unserem Online-Shop bestellen oder PDF herunterladen.

Redaktion
Heiko Paul
Heiko Paul ist Chefredakteur von Reisemobil International und prägt schon seit über 20 Jahren das Magazin mit.
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