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Wohnmobil winterfest machen

Das müssen Besitzer von Dieselfahrzeugen beachten

Diesel-Kraftstoffe sind für Motoren nicht unproblematisch – insbesondere im Winter. Hier ein paar Fakten, die Wohnmobilisten unbedingt berücksichtigen sollten.

Um pannenfrei durch die frostige Jahreszeit zu kommen, sollten Sie die Eigenarten des Diesels gut kennen – sonst heißt es beim nächsten Kaltstart womöglich: rien ne va plus, nichts geht mehr. Hierbei sind zwei Szenarien durchaus denkbar.

Szenario 1: Sie haben Sommerdiesel im Tank und planen im Winter wieder auf Achse zu gehen

Sie haben Ihr Reisemobil das letzte Mal im Sommer aufgetankt und sind seither nicht mehr gefahren, planen nun erst im Winter wieder auf Achse zu gehen. Nur leider schlummert noch Sommerdiesel in Ihrem Fahrzeug.

Hierzu wichtige Fakten: Diesel-Treibstoff ist, insbesondere Sommerdiesel, ein Gemisch aus Diesel und Biodiesel. Biodiesel wird, wie die Butter in der Sonne, schnell ranzig und bildet Säuren. Und zwar in wenigen Tagen. Dass Diesel beim Fahren in einer Art Kreislauf vom Tank zur Einspritzpumpe läuft und in großen Teilen unverbraucht aber erwärmt wieder in den Tank zurückströmt, verschärft dieses Dilemma noch. Säuren sind wahre Korrosionsbeschleuniger, was den Verschleiß an Bauteilen des Motors massiv verstärkt.

Ein weiteres Merkmal von Biodiesel: Er kann beträchtlich mehr Wasser aufnehmen als normaler Diesel – mit ein Grund, warum die Mineralölkonzerne den Biodieselanteil im Treibstoff im Winter senken. Zudem steigt durch Kondenswasser im Tank der Wasseranteil im Treibstoff soweit, dass sogar ungebundenes Wasser entsteht, durch die die Treibstoffqualität sinkt und ernsthafte Probleme für den Motor entstehen können. Kurzfristiger Effekt: Paraffin im Diesel kristallisiert und verstopft den Kraftstofffilter, der Motor startet nicht. Langfristiger Effekt: Injektoren und Pumpen leiden, die Filter setzen sich zu.

Szenario 2: Sie möchten Ihr Fahrzeug im Winter stilllegen

Leider ist die „Lagerfähigkeit“ von Diesel miserabel. Im Idealfall haben Sie zwar noch Winterdiesel getankt – aber auch dieser löst sich über Wochen und Monate quasi auf. Im Frühjahr gelangt die minderwertige Suppe in den Motorkreislauf.

Für viele beide Szenarien sind Additive eine gängige und verlässliche Lösung. Walter Wagner, Spezialist für Additive berät nicht nur Liebhaber von wertvollen Oldtimern und Besitzer von sehr teuren Landmaschinen, die lange Standzeiten haben. Auch Reisemobilisten zählen vermehrt zu seinen Kunden. Wagner rät unbedingt zur regelmäßigen Anwendung: „Die Treibstoffqualität des Diesels ist bei Weitem nicht so, wie wir es uns wünschen. Im Sommer schützt der regelmäßige Einsatz etwa von unserem Diesel-Additiv den Motor und verhindert unnötige und frühzeitige Schäden an Bauteilen. Bei stillgelegten Fahrzeugen ist die Anwendung eines Biozids unbedingt anzuraten.“

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