Reisemobilisten, die 2017 Martin Luther erleben wollen, erleben in jener Stadt, in der die Reformation vor 500 Jahren ihren Anfang nahm, die historischen Stätten rund um den standfesten Mann des Glaubens. Obendrein finden sie im Marina-Elbe-Camp einen ruhigen, stadtnahen Übernachtungsplatz direkt am südlichen Flussufer.

Wie schön, von hier die 3,3 Kilometer per pedes über die Leipziger Straße stadteinwärts zu laufen, die als Brücke die Elbe überspannt. Dabei ist als Skyline der Stadt schon ein Teil der Gebäude zu sehen, die beim späteren Rundgang jene Punkte markieren, die mit dem Wirken Martin Luthers zusammenhängen.

StadtkirchblickCorinna Kroll

Bild 1 von 7

Der Blick über Wittenberg verdeutlicht die Nähe zur Elbe. Foto: Corinna Kroll

Kein Wunder, in Wittenberg begann die „Karriere“ von Martin Luther, hier schlug er am 31. Oktober 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche. Mit Wucht veränderte er die damalige kirchliche Ordnung. Die Reformation der Kirche griff über auf Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur – ein Vorgang, der bis heute wirkt.

Es muss ganz schön laut gewesen sein, als Martin Luther seine Thesen ans Portal der Schlosskirche zu Wittenberg hämmerte. Aber Aufsehen wollte er mit jenem Auftritt, der ihn letztendlich zum Reformator machte, schließlich erregen. Da die Thesen natürlich nicht ein halbes Jahrtausend überdauern konnten, sind sie heute als Wahrheit tragendes Relief in der Pforte verewigt: Aufbruchstimmung in Bronze.

Seit 1996 gehört die Schlosskirche zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dazu hat auch beigetragen, dass Martin Luther am 22. Februar 1546 unter dem Altar seine letzte Ruhestätte gefunden hat – vier Tage, nachdem er in seiner 100 Kilometer entfernten Geburtsstadt Eisleben gestorben war.

2017-06-22T09:51:06+00:00 Reise, Reiseberichte|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Gustav Hugo 8. Juni 2017 um 11:16 Uhr

    Und außerdem bietet Wittenberg einen Stellplatz „Am Alten Bahnhof“ an – aber maximal 8 Stunden mit Parkscheibe! Absolut lächerlich!

Hinterlassen Sie einen Kommentar