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Reise Dänemark

Königsland mit Meeresstrand

Deutschlands nördlicher direkt angrenzender Nachbar ist ein überschaubares Königreich mit 5,5 Millionen Einwohnern. Stipp- visite nach Jütland sowie auf die Inseln Fünen, Seeland, Mon, Lolland, Falster und Bornholm.

Eine Küste, länger als 7.300 Kilometer, 406 Inseln, 5,5 Millionen Einwohner. Der höchste Berg, Møllehøj in Ost-Jütland, misst gerade mal 170 Meter über dem Meeresspiegel. Die Basisdaten von Deutschlands nördlichem direkt angrenzendem Nachbar.

Dänemark. Das Meer, so scheint es, ist ständig in Reichweite: Die Ost-West-Achse in der Mitte des Landes misst um die 50 Kilometer, je nach Wetterlage entscheiden sich Urlauber ad hoc für Ost- oder Nordsee, ohne weite Fahrten in Kauf nehmen zu müssen. Schier endlos muten die Strände auf beiden Seiten an.

Freies Campen ist in Dänemark nicht erlaubt, und auf Privatplätzen darf das Fahrzeug nur mit Erlaubnis des Grundstücksbesitzers abgestellt werden. Dafür gibt es ein flächendeckendes Netz von rund 560 Camps.

Insbesondere für Reisemobilisten wurden 150 Quick-Stops geschaffen, die einen günstigen Aufenthalt erlauben, allerdings nur 14 Stunden lang – von 20 Uhr abends bis 10 Uhr morgens. Eine dänische Besonderheit. Die Plätze gehören dem sogenannten DK-Camp an, einem Verband, in dem mehr als 300 Anlagen organisiert sind. DK-Camps mit mehr als drei Sternen bieten zudem spezielle Einrichtungen für Reisemobilisten wie Ver- und Entsorgung.

Es gibt aber auch Stellplätze in Dänemark, wie sie hierzulande bekannt sind. Eine Liste davon gibt’s auf www.stellplatz-danmark.dk.

Auf dänischen Campingplätzen ist fast immer die grüne Camping Key Europe (CKE) oder das Camping Carnet Internationale (CCI) Zugangsvoraussetzung. Sie erhält der Gast direkt am Platz, bei Automobilclubs wie dem ADAC (zwölf Euro) oder beim Deutschen Camping-Club (5,50 Euro für Mitglieder). Diese Carnets gewähren außerdem einige Vergünstigungen – auf Fähren, Eintritt in Schlösser und Spaßbäder.

Endlose weite Strände säumen die Küste West-Jütlands. Der feste Sandboden zieht tagsüber viele Reisemobilisten an.

Jütland: weite Horizonte

Die einzige Landesgrenze des Inselstaats verläuft zwischen Schleswig-Holstein und der Halbinsel Jütland. Die zieht sich 310 Kilometer bis an den Skagerrak im Norden, der Meerenge
zwischen Nord- und Ostsee.

Die mit 250.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt, Aarhus, ist dort beheimatet – eine lebenslustige Universitätsstadt. Der gewaltige Hafen erfährt derzeit eine Modernisierung: Im Jahr 2017 wird Aarhus in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Die Westküste Jütlands prägt die Nordsee – das „Westmeer“, wie die Dänen sagen. Bei Skallingen nördlich von Esbjerg beginnt das Wattenmeer mit den charakteristischen Tiden und der flachen Marsch. Die Strände sind weit, und der Sand ist teilweise so fest, dass hier bequem Reisemobile stehen. Dürfen sie auch, zumindest tagsüber.

Auch Mitteljütland birgt Reize. Die Heide gehört zu großen Teilen auch heute noch dem Heidekraut, ansonsten ist die Landschaft sehr bäuerlich geprägt.

  • Stellplatz-Tipp

    Marselisborg Havn, Marselinborg Havnevej 54, Stellplatz beim Yachthafen, DK-8000 Aarhus, Tel.: 0045-86198644

  • Campingplatz-Tipp

    Hvidbjerg Strand Camping, DK-6857 Blåvand, Tel.: 0045-75279040

Fünen: lebendige Verführung

Fünen ist für Familien ideal: Überall gibt es kinderfreundliche Badestrände, Campingplätze mit Erlebnisbädern, Spielplätze und viele Aktivitäten für Erwachsene und Kinder. Auf Fünen sind die Entfernungen nicht groß. Dennoch: Unter den vornehmsten dänischen Schlössern befinden sich 123 Anwesen auf Fünen.

Wer Fünen sagt, muss auch Hans Christian Andersen erwähnen. Seine Märchen vermittelt besonders das Kinderkulturhaus „Feuerzeug” in Odense. Es hat seine eigene Art und Weise, Märchen zu vermitteln, nämlich mit Drama, Musik, Erzählungen, Werkstätten und Kostümen.

Das bekannteste Schloss auf Fünen ist das 460 Jahre alte Schloss Egeskov.
  • Stellplatz-Tipp

    Reisemobil-Stellplatz Nielsen, Landevejen 202, DK-5874 Hesselar, Tel.: 0045-62251387, E-Mail: viggo-nielsen@mail.dk

  • Campingplatz-Tipp

    Bøsøre Strand Feriepark, Bøsørevej 16, DK-5874 Hesselager, Tel.: 0045-62251145

Die Nordküste Seelands ist ein Dorado für Surfer.

Seeland: traumhafte Strände

Fast die Hälfte aller Dänen lebt auf Seeland, der größten Insel des Landes. Ganz im Osten erheben sich die Türme von Kopenhagen, der traditionsreichen, lebensfrohen und international
wirkenden Hauptstadt.

Es gibt aber auch einen eher ruhigen, ländlichen Teil – mit traumhaften Stränden und malerischen Küsten. Kaum hat der Reisemobilist die Große-Belt-Brücke, die Verbindung von Ost- und Westdänemark, hinter sich gelassen, biegt er von der Autobahn ab, um sich auf verwunschenen Pfaden gen Norden zu schlängeln.

Von Rørvig setzt die Fähre nach Hundested über, gelegen an der Nordküste Seelands. Hier finden sich nicht nur die schönsten Strände Nordeuropas, es ist geradezu ein Badeparadies für Kinder.

  • Stellplatz-Tipp

    City-Camp, Elværksvej 9, DK-2450 Kopenhagen, Tel.: 0045-21425384

  • Campingplatz-Tipp

    Vemmetofte Strand Camping, Ny Strandskow 1, DK-4640 Faxe, Tel.: 0045-56710226

Mon: Klippen und Kirchen

Über Anerkennung in Form von Besucherströmen kann sich die Insel nicht beklagen: Wegen ihrer
100 Meter hohen Kreideklippen ist sie eines der meistbesuchten Reiseziele Dänemarks. Ansonsten bietet auch Møn herrliche Strände, Hafenidylle und einige schlichte Dorfkirchen mit fantastischen Kalkmalereien. Wie zum Beispiel in der kleinen Keldby Kirke in Stege.

Mit dem Kanu unterwegs: paddeln vor der Steilküste von Møn.
  • Campingplatz-Tipp

    Camping Møns Klingt, Dueodde Familiencamping & Hostel, Skrokkegardsvejen 17, DK-3730 Dueodde, Tel.: 0045-20146849, www.dueodde.dk

In Nykobing wird das Mittelalter nachgelebt. Geschichte zum Anfassen und Mitmachen für jedermann.

Falster: wie die alten Ritter

Das Middelaltercenter von Nykøbing: Lebendig und mit viel Programm wird hier Mittelalter nachgelebt – Geschichte zum Anfassen und Mitmachen. Kettenhemd an, Helm auf den Kopf, das Schwert in die Rechte – und kämpfen.

Rechtzeitig um elf Uhr kommen zwölf Tonnen schwere Steinschleudern zum Einsatz. Ein Netz mit zwei Tonnen Feldsteinen dient als Gewicht und reißt den kürzeren Arm einer langen Stange herunter. Und schon wird eine 15 Kilogramm schwere Kugel auf eine Flugbahn katapultiert,
um dann letztendlich im Guldburg Sund zu versinken.

Bornholm: außen vor

Mehr als 140 Kilometer Küste, weiße Sandstrände, raue Felsklippen und idyllische, maritime Küstenstädtchen – das erwartet den Besucher, wenn er nach Bornholm kommt. Das Eiland bildet mit sechs unbewohnten Nebeninseln die östlichste Insel Dänemarks, etwa 150 Kilometer südöstlich von Kopenhagen und 80 Kilometer nordöstlich von Rügen gelegen. Die größte Stadt mit rund 13.000 Einwohnern heißt Rønne.

Das besondere Bornholmer Licht lockt seit vielen Jahrhunderten kreative Köpfe an. Überall finden sich auch heute noch Hofläden, lokale Kleinbrauereinen, Kunsthandwerker und Maler, die ihre Schöpfungen feilbieten.

Infobox

Tipps und Infos für Ihre Wohnmobilreise nach Dänemark sowie weitere Stell- und Campingplätze finden Sie im Reisebericht Dänemark in Reisemobil International 6/2016. Das e-Paper können Sie hier downloaden.

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