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Wohnmobilstellplätze in Südjütland (Dänemark)

Von Wasser umflossen

Ob Nordsee- oder Ostseeküste – in Südjütland erfahren Reisemobilurlauber Dänemarks schönste Seiten und finden gute Stell- und Campingplätze. Die Redaktion hat Ihre Top 5 zusammengestellt.

Hyggelig – ein gern gebrauchtes dänisches Wort für gemütlich und behaglich, wohnlich und freundlich. Es beschreibt jenes Wohlgefühl, das sich bei Dänemark-Urlaubern umgehend einstellt. Besonders Südjütland – Sønderjylland – wirkt auf Deutsche anziehend, weil irgendwie vertraut. Jeder Ort hat zwei Namen, einen dänischen und einen deutschen. Und fast alle Südjütländer sprechen neben ihrer Landessprache auch Deutsch.

Den Westen dominieren flache Marschlandschaft und Wattenmeer. Auf den Inseln locken weiße, weite Sandstrände, auf dem Festland die schönsten Städte Süddänemarks. Im Osten prägen grüne Hügel und Täler, prächtige Wälder und Fjorde mit seichten Ufern die Landschaft.

Radler und Wanderer finden an den Küsten wie im Binnenland ein dichtes Wegenetz. Lockt die Shoppinglust oder ruft der Hunger, ist immer ein Städtchen oder Restaurant in Reichweite. Passend dazu finden Reisemobilisten in kurzem Abstand viele Stell- und Campingplätze.

Kruså

Die Rundreise der Stellplatz-Tester beginnt nördlich von Flensburg. Wenige Kilometer von Kruså entfernt liegt an der alten Straße nach Aabenraa der historische Holdbi Kro, ein königlich priviligierter Dorfkrug.

Sønderborg

Sønderborgs Altstadt liegt auf der Insel Als, die durch Brücken mit dem Festland verbunden ist. Besondere Attraktivität verleiht dem Städtchen die Flaniermeile am Kai mit Blick auf das Schloss. Das wurde ursprünglich als Søndre Borg zum Schutz gegen die Wenden erbaut. Gleich hinter der Burg beginnen Badestrand und Promenade, an deren Ende Jachthafen und Campingplatz liegen.

Åbenrå (Aabenraa)

Åbenrå oder Aabenraa liegt an einem Meeresarm der Ostsee, der Apenrader Förde. Reisemobilisten lassen sich am Stellplatz des Jachthafens direkt am Strand den Wind um die Nase wehen. Oder sie stehen geschützt im Grünen auf dem Stellplatz des benachbarten Campingplatzes Fjordlyst. Das lauschige, rund um einen Hügel gelegene Camp bietet einige wenige Stellflächen mit grandiosem Blick auf Bucht und Stadt.

Campingplatz-Tipp: Fjordlyst Camping, www.fjordlyst.dk

Haderslev

Wer in Küstennähe über schmale Landstraßen nach Norden gen Haderslev kurvt, durchquert winzige Dörfer, sieht einsame Buchten, aufragende Steilküste – und schöne Campingplätze an der Ostsee.
Die 700 Jahre alte Stadt Haderslev, gelegen an einem schmalen Fjord, prägen Domkirche und Marktplatz. Etwas westlich, am Ufer des Damsees, erstreckt sich fußläufig zur Stadt ein sehr gemütlicher Campingplatz, der auch zwei Quickstop-Stellflächen vor der Schranke anbietet. Wer zum kleinen Preis seinen eigenen Garten mit Sonnenterrasse, Liegewiese, Grillplatz sowie Bad, Lese- und Spielraum genießen will, fährt zum Hof Kolindsholm, sechs Kilometer nördlich der Stadt.

Stellplatz-Tipp: Kolindsholm, Fjelstrpvej 71 – DK-6100 Hadeslev , 0045 74566910,

Campingplatz-Tipp: Haderslev Campingplatz, www.jugendherberge-haderslev.de

Gram

Auf ihrem Weg an die Westküste Jütlands machen die Tester in Gram Station. Einzige Sehenswürdigkeit der Kleinstadt ist das Schloss. Den schlichten Backsteinbau umgibt ein Park im Barock-Stil. Samstags um 10 Uhr gibt es Führungen durch Schloss, Park und das dazugehörige Gut, allerdings nur in dänischer Sprache.

Ribe

In Südjütland steigt jedes Wochenende in einem anderen Ort ein Turnier. Ringe auf der Wasseroberfläche, verursacht von nach Insekten schnappenden Forellen, interessieren die Besucher des Storkesøn. Vom zugehörigen Stellplatz des Angelsees aus lässt sich Ribe zu Fuß erkunden. Etwas weiter ist der Weg vom Campingplatz am Nordwestrand der ältesten Stadt Dänemarks.

Stellplatz-Tipp: Storkesøen Ribe, www.ribe-storkesoen.dk

Mandø (Mandö)

Wer es authentisch mag, ist auf Mandø richtig. Auf der Hallig leben dauerhaft kaum mehr als ein Dutzend Menschen. In der Sommersaison vervielfacht sich die Bevölkerung durch die Urlauber, dennoch bleibt das Inselchen beschaulich. Die Anfahrt bietet ein maritimes Erlebnis der Extra-Klasse. Tagestouristen zuckeln per Traktorbus vom Vadehavscenteret, dem Wattenmeer-Zentrum unweit der Stadt Ribe, zum kleinen Eiland. Über den Låningsvej, einen mit Buhnen befestigten Schotter-Damm, ist Mandø auch mit dem eigenen Fahrzeug zu erreichen.

Rømø (Römö)

Die Insel Rømø verbindet ein zehn Kilometer langer, mautfreier Damm mit Jütland. Hier liegt Süddänemarks schönster Sandstrand. Er ist stellenweise so breit und fest, dass er sogar mit dem Reisemobil zu befahren ist. An der Südspitze tummeln sich Strand-Segler und -Kiter. Wohnmobilurlauber wählen zwischen mehreren Campingplätzen. Urlauber mit Reisemobil finden den kleinen Familie Camping weiter nördlich in Toftum, der seinem Namen mit liebevoll gestalteten Spielplätzen alle Ehre macht. Auf dem Quickstop-Platz neben dem Minigolfgelände zapfen Reisemobilisten Strom und Wasser nach Münzeinwurf.

Stellplatz-Tipp: Rømø Familie Camping, www.romocamping.dk

Højer

Mitten in der Weite der Marsch liegt Højer, ein ehemaliger Hafen, der durch Verlandung und Eindeichung den Anschluss ans Meer verloren hat. Gegenüber der alten Hoyerschleuse am Innendeich liegt die Hohenwarte, ein großer Bauernhof mit Schafen, Ziegen, Eseln und Pferden, auf dem vor allem Familien Urlaub machen.

Møgeltønder

Als eines der schönsten Dörfer Dänemarks gilt Møgeltønder. Der Name Groß-Tondern weist noch darauf hin, dass der Weiler einst – damals lag er noch an der Küste – bedeutender und reicher war als die heute wichtigere Nachbarstadt Tonder. Heute besteht das Dorf im Wesentlichen aus einer schnurgeraden Kopfstein-Meile, die von der prächtigen Kirche zum Schloss Schackenborg führt.

Tønder

Die letzte Station der Stellplatz-und Camping-Rundreise bildet Tønder. Das Kunsthistorische Museum berichtet von der Glanzzeit der Stadt, die einst einen bedeutenden Hafen hatte und reich war durch Handel mit Rindern, Keramik und Klöppelspitze. In der Fußgängerzone entzückt Det Gamle Apotek Shoppingfans mit Künstlerischem, Kuriosem und Kitschigem. Im Schokoladen- und Feinkostladen Johanne‘s Café werden Wattenmeer-Tapas serviert – vor allem Lachs, Rauchkäse, getrockneter Queller, Fleischrouladen, Lammpastete und Wurst.

Hier genießt der Urlauber den Geschmack Dänemarks und die Gemütlichkeit, die das Land zwischen den Meeren so liebenswert macht. Unvergleichlich hyggelig eben.

Infobox

Den vollständigen Stellplatz-Check inkl. aller getesteten Stell- und Campingplätze, zusätzlicher Tipps zur Umgebung und einer vollständigen Bewertung von Martina Berliner finden Sie in der Reisemobil International-Ausgabe 08/2015.

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