Wohnmobil-Kredit 2017-05-15T17:18:32+00:00

Wohnmobil-Kredit

Wer sein Wohnmobil über eine Finanzierung kauft, muss genau hinschauen. Damit er die richtige Balance findet zwischen der Laufzeit des Kredits und dem, was er monatlich bezahlen will.

Ein Reisemobil nicht vom eigenen Geld zu bezahlen ist in Deutschland durchaus üblich. Vom durchschnittlichen Neupreis, 2014 lag der bei 66.849 Euro, finanziert ein Großteil der Kunden etwa die Hälfte: im Durchschnitt 33.000 Euro.

An eine Bank zu kommen, die sich auf die Finanzierung von Freizeitfahrzeugen ausgerichtet hat, ist beim Kauf eines Reisemobils kein Problem. Vor allem vier große Banken arbeiten eng mit Caravan-Händlern zusammen: Santander Bank, Commerz Finanz, Autobank Europa, die sogenannten S-Kreditpartner von der Sparkasse und neuerdings die FCA Bank. Die Spezialisten kennen die Bedürfnisse von Reisemobilkäufern und bieten Angebote, die sich möglichst gut auf deren Wünsche anpassen lassen.

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Die sehen meist so aus: Das Reisemobil soll finanziert werden und dabei die Raten niedrig sein, damit monatlich noch genug Geld zum Reisen und Leben bleibt. An dieser Stelle kommen die Laufzeiten ins Spiel: Sind sie lang angelegt, lässt sich dank der daraus resultierenden niedrigen Raten so gut wie alles finanzieren.
In der Regel werden Reisemobile über 120 Monate finanziert. Der finanzielle Druck bleibt in diesen zehn Jahren überschaubar. Bei Bedarf kann der Kunde gegen geringe Gebühr sondertilgen oder den Vertrag ablösen.

„Die allermeisten Reisemobilisten finanzieren ihr Fahrzeug über ein klassisches Ratendarlehen“, bestätigt ein Sprecher von der Commerz Finanz – quasi stellvertretend auch für die anderen Banken. Bei dieser Art des Kredits einigt sich die Bank mit dem Kunden auf eine Laufzeit und einen effektiven Jahreszins. Daraus ergeben sich die monatlichen Raten. Seltener bietet sich eine Budget- oder Ballonfinanzierung an, bei welcher der Kunde am Ende der Laufzeit eine hohe Abschlussrate entrichtet.
Der Kunde bekommt, wenn er sein Fahrzeug finanzieren möchte, das komplette Paket gleich bei seinem Händler. Der fungiert dann als Mittler zwischen Kunde und Bank und bekommt dafür Provision. Auch er kann in einem gewissen Rahmen dem Kunden entgegenkommen, wenn der sich ein besseres Angebot wünscht – aber der Spielraum ist meist nicht allzu groß.

Die Finanzierung über die Hausbank ist natürlich auch möglich. Allerdings sollte der Kunde die Konditionen exakt mit den Angeboten der spezialisierten Banken vergleichen: Wann ist Tilgung möglich? In welcher Höhe und zu welchen Konditionen?
Je nach Bank kosten Tilgungen nichts, solange das Darlehen nicht höher als 50 Prozent des Nettodarlehens pro Kalenderjahr getilgt wird. Nicht unüblich sind Gebühren von 0,5 bis 1 Prozent bei sonstigen Tilgungen.

Die meisten Fachleute raten, nicht länger als 120 Monate zu finanzieren. Das Maximum der noch als seriös zu betrachtenden Angebote liegt bei 150 Monaten.
Entscheidender Punkt gegen zu lange Laufzeiten: Irgendwann übersteigt der offene Betrag in der Tilgung den Gegenwert des Reisemobils. Grund: Sehr lange werden nur Zinsen bedient und kaum etwas von der Finanzierungssumme getilgt.

Optimal ist, die Raten so zu kalkulieren, dass der Kunde sich zum Beispiel nach vier bis fünf Jahren ein Fahrzeug der nächsten Generation kaufen kann – bei annähernd gleicher oder nur gering steigender Rate.
Die Zinsen am Kapitalmarkt sind derzeit extrem niedrig. Nimmt der Kunde nun sein Bargeld und zahlt das Mobil mit einem Schlag? Oder finanziert er es trotzdem dank der niedrigen Zinsen?

Bänker raten naturgemäß zu Letzterem. Derzeit gibt es immer wieder – und speziell auf Messen – so genannte herstellersubventionierte Angebote mit niedrigen Zinsen um 1,99 Prozent. Das ist unschlagbar günstig, starten doch klassische Fahrzeugkredite meist bei knapp 3 Prozent. Doch Käufer müssen vergleichen: Welcher Preis beim Fahrzeug ist realisierbar, wenn das günstige Darlehen in Anspruch genommen wird? Niedrigszinsen plus Niedrigstpreis sind nicht gleichzeitig zu bekommen.