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Ahorn Camp T 640

Eine Nummer größer

Sechs Meter kurze Teilintegrierte mit Heckbad und Hubbett statt Festbett liegen im Trend. Wer es gerne etwas größer mag, greift beim Ahorn Camp T 640 zu. Reisemobil International ist das neue Modell aus Speyer schon Probe gefahren.

Großes Heckbad, Face-to-face- Sitzgruppe und ein Hubbett statt fest verbauter Liegefläche: Dieser Grundriss verspricht trotz kompakter Außenmaße richtig viel Bewegungsfreiheit im Mobil. Und das Angebot wird immer größer: Für Aufsehen sorgte jüngst etwa der nur 5,99 Meter kurze und 2,10 Meter schmale Combo von Chausson und Challenger. Preis: rund 60.000 Euro. Ahorn Camp aus Speyer präsentiert jetzt den etwas längeren und breiteren T 640, der noch mehr Platz und dank Heckgarage vor allem mehr Stauraum bietet und zudem schon ab 44.900 Euro zu haben ist.

Der 6,48 Meter lange und 2,34 Meter breite Teilintegrierte rollt auf Renault-Master-Basis mit 145 PS Leistung und verfügt über eine Voll-GfK-Sandwichkabine (Dach, Wände, Boden). Rahmenfenster von Polyvision sind Standard, ebenso hochwertige Sicherheitsschnapp-Klappenschlösser des italienischen Herstellers FAP aus Florenz. Weiterer Pluspunkt: Der Schacht der Kassettentoilette ist zum Aufbau hin sorgfältig abgedichtet.

Im Inneren des T 640 geht es wie erwartet sehr geräumig zu. Solide Möbel von Tecnoform mit hochwertigen Scharnieren des österreichischen Spezialisten Blum sind Teil der Einrichtung. Das Heck des Teilintegrierten nimmt das über die gesamte Fahrzeugbreite reichende Bad ein (Grundfläche 220 mal 80 Zentimeter). Der Camper betritt es durch eine weiße, hölzerne Schiebetür.

Garage trotz Heckbad

Auf der Fahrerseite baut Ahorn einen Waschtisch mit kompakter Rechteckspüle nebst drehbarer Kassettentoilette und großem Fenster für den Abzug des Badedunstes ein. Gegenüber auf der Beifahrerseite findet die 80 mal 65 Zentimeter große Duschkabine inklusive Klapptüren ihren Platz. In die Rückwand des Badezimmers integrieren die Ahorn-Entwickler einen großen, 67 Zentimeter tiefen Kleider- und Wäscheschrank, der über der 220 mal 140 mal 67 Zentimeter großen und beidseitig beladbaren Heckgarage sitzt.

Im mittleren Wagenteil schließen sich nach vorne hin ein 92 Zentimeter langer Küchenblock mit Dreiflammkocher (inklusive elektrischer Zündung) und Rundspüle sowie ein 141-Liter-Kühschrank gegenüber an. Im Bug macht es sich die Crew an zwei längs eingebauten und 145 Zentimeter langen Sitzbänken mit dazwischen stehendem Tisch gemütlich. Dessen Platte lässt sich in der Mitte umklappen, um den Durchgang ins Cockpit zu erleichtern.

Die Face-to-face- Sitzgruppe verwandelt sich mit wenigen Handgriffen in zwei vollwertige und mit Dreipunkt-Sicherheitsgurt bestückte Einzelsitze in Fahrtrichtung. Außerdem wird aus der Sitzgruppe im Nu ein 220 mal 140 Zentimeter großes Doppelbett. Darüber finden im elektrisch absenkbaren und 200 mal 133 Zentimeter messenden Hubbett ein kräftiger oder zwei leichtgewichtigere Reisemobilisten einen Platz zum Schlafen. Allerdings lässt sich Ahorn dieses sinnvolle Feature extra bezahlen (1.190 Euro).

Obligatorisch ist zudem das Renault- Paket mit Beifahrerairbag, Radio-MP3- Bluetooth-Freisprechanlage, elektrisch verstellbaren Außenspiegeln und Fensterhebern, Tempomat, Traktionskontrolle und Hill-Start-Assist für 2.590 Euro.

Redaktion
Juan Gamero
Juan Gamero ist seit Juli 1991 bei der Reisemobil International. Er testet Reisemobile & Co. und ist Experte für Technik.
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