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Chausson Flash 510

Wendiges Kerlchen

Gut 3.500 Kilometer hat unser Dauertest mittlerweile hinter sich – sein erster Wintereinsatz ging an den Natterer See bei Innsbruck.

Ob nach Bad Feilnbach, nach Kehl oder auch ins nähere Umfeld, unser Dauertest-Chausson sammelte bislang hauptsächlich Kilometer bei kurzen Tripps, quasi als Pkw-Ersatz mit Übernachtungsmöglichkeit. Zum ersten Urlaubseinsatz nutzte Redakteurin Isabell Allgaier den Chausson Flash 510. Mit dem auf den ersten Blick fast quadratisch wirkenden Kompaktmobil, es ist gerade mal 5,99 Meter lang, tourte sie an den Natterer See in Österreich.

Die große Sitzgruppe mit L-Sitzbank und Längssitzbank bietet der Testcrew erstaunlich viel Platz, um gemütlich zu essen oder am Tisch zu lesen. Der Tisch selbst lässt sich ganz einfach über kleine Spannhebel in alle Richtungen verschieben.

Das Essen bereiten sich die Urlauber in der kompakten Bordküche auf dem Dreiflammkocher zu, bei dem sie eine elektrische Zündung vermissen. Töpfe und Geschirr passen problemlos in die zwei Oberschränke und die drei Schubladen, die etwas holprig in den Schienen laufen. Praktisch für Gewürze ist auch das schmale Fach links neben den Schubladen. Eine gerundete, sauber laufende Schiebetür trennt das Bad vom Wohnraum ab. Das Bad mit separater, 80 mal 80 Zentimeter großer Duschkabine bietet viel Bewegungsfreiheit. Im Unterschrank und in den beiden seitlichen Oberschränken ist genug Platz für alle Hygieneartikel. Handtücher hängen an der Stange oberhalb des Fensters.

Vom Bad aus haben Urlauber auch Zugang zum zweigeteilten, geräumigen Schrank, der sich sowohl von außen als auch von innen beladen lässt. Chausson stattet den deckenhohen Schrank mit mehreren Einlegeböden und mit einer praktischen Kleiderstange aus. Weiteres Gepäck findet unter der Längssitzbank Platz. Auch dieses Fach ist von außen zugänglich.

Zum Schlafen lassen die Ruhesuchenden das 193 mal 138 Zentimeter große, elektrisch absenkbare Hubbett, das zentral im Mobil unter der Decke hängt, herab. Dazu stecken sie den Schlüssel – er sieht aus, als sei er zum Öffnen eines Briefkastens gedacht – in das Schloss am Bett und drücken die Pfeiltasten nach unten. Den ersten längeren Einsatz hat dieser Schlüssel überstanden. Die Befürchtung, dass der Schlüssel abbricht, bleibt aber bestehen. Glücklicherweise lässt sich das Bett manuell absenken – das beruhigt.

Im Bett selbst liegt es sich bequem. Einzig die nicht abgerundeten Holzkanten an Kopf- und Fußende stören. Außerdem hat das Bett in der Länge etwas Spiel – bei der kleinsten Bewegung gerät es ins Wackeln. Zwei stromsparende LED-Leuchten spenden ausreichend Licht zum Lesen. Weitere kleine LED-Spots befinden sich am Regal über dem Fahrerhaus. Der Lichtschalter dazu liegt versteckt an der Innenseite des Regals. Auch im restlichen Fahrzeug verbaut Chausson ausschließlich LED-Leuchten. Das spart viel Strom. Der frontgetriebene Ford-Transit mit dem 2,2-Liter-Turbodieselmotor mit 155 PS liegt ruhig auf der Straße. Der Komfort des Fahrwerks, vor allem der Vorderachse, überzeugt. Der Testverbrauch des Mobils liegt nach gut 3.500 Kilometern bei 11,5 Liter Diesel auf 100 Kilometer.

Positiv fällt die gute Sitzposition auf, auch ist das Sichtfeld nach oben im Vergleich zum Fiat Ducato deutlich größer. Das Dachfenster in der Hutze über dem Fahrerhaus, das unsere Tester im Campingeinsatz lobten, bereitet allerdings während der Fahrt Kummer. Ab 120 km/h springt regelmäßig ein Riegel auf. Die Gefahr, dass sich das ganze Fenster öffnet, besteht zwar nicht, doch durch den Spalt entstehen Windgeräusche und es zieht.

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