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Carado T 348

Familienmobil aus Sachsen

Reisemobile der Einsteigerklasse gelten oft als nicht sehr hochwertig. Stimmt dieses Vorurteil? Wie bewährt sich ein Carado T 348 im Gebraucht-Check?

Carado ist noch eine relativ junge Marke. Erst 2006 liefen die ersten Fahrzeuge der Einsteigermarke von Hymer bei der Produktionsfirma Capron im sächsischen Neustadt vom Band. Die Resonanz war gut. Außer dem Preis-Leistungs- Verhältnis überzeugte die Käufer vor allem die gute Qualität. Die deutsche Fertigung versprach zudem eine bessere Ersatzteilversorgung als bei Importfahrzeugen. Tatsächlich jedoch lässt sich die Qualität eines Mobils erst nach Jahren richtig beurteilen. Gut 81.000 Kilometer hat der Testkandidat auf dem Tacho – bei einem Alter von sieben Jahren ein durchschnittlicher Wert. Wie meistert der Teilintegrierte auf Fiat Ducato den Gebraucht-Check?

Die Technik funktioniert

Der erste Eindruck ist positiv. Der Motor springt sofort an, und die kurze Testfahrt verläuft reibungslos. Auch auf den zweiten Blick hinterlässt der Carado T 348 einen guten Eindruck. Nach einer knapp zwei Erdumrundungen entsprechenden Fahrleistung finden sich nur zwei kleine Dellen in der Außenhaut auf der linken Seite. Zusätzlich weisen die äußere Blende der rechten B-Säule und der rechte Außenspiegel leichte Beschädigungen auf. Allerdings sind diese Kratzer so gering, dass sie nur bei genauem Hinsehen auffallen: Reparaturbedarf besteht nicht. Auch der Blick unter die Motorhaube und die Unterbodenkontrolle bleiben ohne Befund. Technisch zeigt sich der Carado in Bestform, die Vorbesitzer sind pfleglich mit ihrem Mobil umgegangen.

Bildergalerie

Carado T 348: Innen modern und schlicht

Das Panoramadach in der Fronthutze lässt viel Tageslicht durch zur Sitzgruppe. Diese besteht aus einer Halbdinette mit zwei drehbaren Vordersitzen und einer Seitensitzbank. Hier können bis zu sechs Personen am Tisch zusammensitzen. Platz genug also für eine Familie.

Gute Blickachsen erzeugen ein großzügiges Raumgefühl. Der Wohnbereich ist modern gestaltet. Den braunen Holzton lockern viele cremefarbene Oberflächen an Decke und Polstern auf. Dadurch wirkt der Wohnraum deutlich heller und freundlicher. Ob Möbelbau oder Polster, am Carado gibt es nichts auszusetzen – fast. Lediglich die Verklebung von einem Stück LED-Band hat sich gelöst. Mit etwas Kleber wäre der Schaden aber schnell behoben.

Hier zeigt sich gute Qualität, der Carado bleibt ohne Tadel: Alle Klappen und Scharniere, Schlösser und Aufsteller funktionieren einwandfrei. Schließlich unterscheiden sich billigere Mobile von teuren Premiummodellen besonders im Möbelbau. Die Preisersparnis liegt nicht zwangsweise in der Fertigungsqualität, eher in eckigen, schlichten Möbeln. Die lassen sich günstiger fertigen, den Preisvorteil geben die Hersteller an die Kunden weiter.

Infobox

Den vollständigen Gebraucht-Check des Carado T 348 mit allen technischen Daten sowie einem abschließenden Fazit finden Sie in der Oktober-Ausgabe 2019 von Reisemobil International – als Download in unserem Shop oder im Zeitschriftenhandel.

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