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Hymer Tramp S 680

Einstieg in die Sternen-Klasse

Wohnmobile auf Basis des Mercedes-Benz Sprinters gelten als besonders komfortabel, sind aber meist teuer. Der neue Hymer Tramp S 680 markiert preislich den Einstieg in die Klasse der Teilintegrierten mit Stern. Überzeugt er im Profitest?

Weiche Federung, niedriges Geräuschniveau, sanft schaltende Automatik – dazu noch Abstandstempomat und ein Navigationssystem mit Spachsteuerung: In einem Reisemobil auf Basis des Mercedes-Benz Sprinters reist es sich ohne Zweifel sehr komfortabel. Meist müssen Käufer für diesen Komfort aber auch eine Stange Geld auf den Tisch legen. Den neuen Hymer Tramp S 680 bietet der Hersteller schon ab vergleichsweise preiswerten 65.290 Euro an.

Zwar kommen auch bei diesem Teilintegrierten noch einige Tausend Euro für unbedingt nötige Extras dazu, doch ist es die derzeit günstigste Möglichkeitn, einen Sprinter-Teilintegrierten aus Bad Waldsee zu fahren. Auch im Vergleich zu vielen Konkurrenten fällt die Rechnung am Ende etwas niedriger aus. Was also bietet der Tramp S fürs Geld?

Um die Kosten zu senken setzt Hymer beim Tramp S 680 auf den Mercedes-Benz Sprinter mit Frontantrieb und dem originalen Leiterrahmen-Chassis. Anders als Hymer-Mobile mit dem hauseigenen SLC-Chassis ist beim Tramp S deshalb kein Doppelboden möglich. Beim Aufbau macht Hymer aber keinen Unterschied zu höherpreisigen Modellen: Die Kabine ist in der bekannten und bewährten PUAL-Bauweise mit wasserabweisender PU-Isolierung gefertigt und sehr gut verarbeitet.

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Hymer Tramp S 680: Klassische Raumaufteilung

Die Raumaufteilung im Tramp S 680 ist klassisch: Im Heck des 7,39 Meter langen Teilintegrierten schlafen zwei Urlauber auf Längseinzelbetten, darunter bietet eine große Garage Platz für sperriges Ladegut. Vor den Betten schließt sich ein Raumbad mit getrenntem Dusch- und WC-Raum an. In Richtung der Sitzgruppe im Bug folgt auf der linken Seite die Winkelküche und gegenüber der große Kühlschrank. Die Sitzgruppe vorn formiert sich aus drehbaren Vordersitzen, Sitzbank, Seitensitz und an der Seitenwand eingehängtem Tisch. Optional hängt über dem Ensemble ein Hubbett, das sich elektrisch absenken lässt und zwei zusätzliche Schlafplätze bietet.

Der Einrichtungsstil wirkt hell und modern. Hymer verbaut cremefarbene Oberflächen und weißglänzende Schrankklappen sowie einen hellen Bodenbelag in Laminatoptik. In Kombination mit den schwarzen Serienpolstern sowie Tischplatte und Küchenarbeitsfläche in Holzfurnier entsteht jedoch ein Farb- und Materialmix, der zumindest gewöhnungsbedürftig ist. Ob es gefällt, bleibt Geschmackssache. Außer Zweifel: die solide Verarbeitung des Mobiliars.

Die Matratzen der Einzelbetten im Heck sind bequem, auch wenn sie nicht auf einem Lattenrost, sondern auf einem leichteren Abstandsgewirke liegen. Die Liegelänge von knapp zwei Metern reicht den meisten Campern gut aus. Straff gepolstert und ebenfalls bequem zeigt sich die Sitzbank vorn. Nettes Detail: Die Kopfstützen lassen sich abziehen und finden dann in einer Halterung im Kleiderschrank unter dem beifahrerseitigen Bett ihren Platz.

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Was bietet der Hymer Tramp S 680 außerdem?

Eine Besonderheit des Hymer Tramp S 680 ist das Konzept mit Dieselheizung und Kompressorkühlschrank. Gas wird im Standard nur zum Kochen benötigt. Deshalb baut der Hersteller auch nur einen kleinen Gaskasten für zwei 2,75-Kilogramm-Flaschen ein – auch für mehrwöchige Urlaube völlig ausreichend. So spart sich der Camper auch den besonders im Ausland umständlichen oder gar unmöglichen Tausch der großen 11-Kilogramm-Flaschen.

Hymer geht mit dieser Ausrüstung eigenen Angaben zufolge auf vielfache Kundenanfragen ein. Da der Kompressorkühlschrank stets auf Strom aus der Bordbatterie oder Landstrom angewiesen ist, empfiehlt sich auf jeden Fall eine zweite Aufbaubatterie. Oder der Käufer investiert ins recht kostspielige Smart-Battery-Paket mit Lithium-Akkus. Wem das Konzept gar nicht zusagt: Hymer bietet für moderate 290 Euro Aufpreis auch eine Gas-Luftheizung und einen Absorberkühlschrank an. Dann wird auch ein größerer Gasflaschenkasten für zwei 11-Kilogramm-Flaschen eingebaut, der jedoch Stauraum im Küchenblock kostet.

Wie aber steht es um die Zuladung und wie um das Stauraumangebot für zwei oder vier Reisende? Welche Extras sind wirklich nötig und wie teuer wird auch ein Tramp S am Ende? Das und vieles mehr lesen Sie in der aktuellen Mai-Ausgabe von Reisemobil International – jetzt im Zeitschriftenhandel oder ganz bequem im Abo.

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Den ausführlichen Profitest des Hymer Tramp S 680 mit allen technischen Daten, den Ergebnissen auf der Waage sowie einem abschließenden Fazit lesen Sie in der neuen Mai-Ausgabe 2021 von Reisemobil International – jetzt im Zeitschriftenhandel oder in unserem Web-Shop.

Redaktion
Simon Ribnitzky
Simon Ribnitzky ist seit August 2019 Teil der Redaktion, testet Reisemobile und versorgt die Webseite mit frischen Inhalten.
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