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Thermomatten und Isolierungen für Wohnmobile

Kältebrücken minimieren

Wenn im Winter der frostige Wind ums Reisemobil bläst, zieht er mitunter durch kleinste Ritzen, Kälte gelangt über Fenster ins Fahrzeug. Schutz versprechen Isoliermatten für Fenster oder Fußboden.

„Es ist kein Geheimnis: Kältebrücken, die ein Auskühlen des Innenraumes begünstigen, finden sich vorwiegend im Fahrerhaus“, sagt einer der es wissen muss. Kurt Kantop, Gründer und Geschäftsführer von Kantop-Isomatten, beschäftigt sich seit 1993 damit, dass die Kälte draußen bleibt. Das Problem: „Egal ob Fiat Ducato, Ford Transit oder Sprinter – die beliebten Basisfahrzeuge wurden ursprünglich als reine Handwerker-Fahrzeuge konstruiert und können daher mit der Isolierung von gewöhnlichen Personen-Pkw nicht mithalten.“

Das hat zur Konsequenz, dass viele Luftbrücken vom Motorraum in den Innenraum führen, aber auch die Eintrittsstufe ins Fahrerhaus, die Türen, die Sitzkonsole, das Armaturenbrett und die Austrittsöffnung der Sicherheitsgurte an der B-Säule und vor allem die Fensterscheiben Schwachstellen sind, durch die Kälte bei teilintegrierten Reisemobilen in den Innenraum gelangt. Aufgrund der Konstruktion lassen sich Kältebrücken also nur bedingt beheben. Die Lösung: Entweder das Fahrerhaus vom Wohnraum so gut es geht mit einem Vorhang abtrennen, den Fußraum isolieren oder Isomatten für die Fensterscheiben anschaffen.

Die Frage, die sich insbesondere bei Integrierten mit großer Frontscheibe stellt: Außenmatte oder Innenmatte – was ist sinnvoller? Für Kurt Kantop ist die Sache klar: „Die Fenster-Isolierung von außen ist immer die effektivste Möglichkeit, weil Kälte außen bleibt und erst gar nicht ins Fahrzeug gelangt.“ Liegt die Isomatte außen auf der Schutzscheibe, wird die Scheibe erst gar nicht kalt und verhindert Schwitzwasserbildung. Da der Taupunkt sich außen befindet, entsteht Tauwasser außen an der wasserfesten Matte, nicht innen an der Scheibe, ergo keine angelaufenen Scheiben, kein Kondenswasser.

Fazit: Wer oft im Winter oder in kühleren Gefilden unterwegs ist, für den bietet sich eine Kombination verschiedener Lösungen an, die Isolationsleistung des Reisemobils signifikant zu erhöhen. Für alle anderen gilt: Mit einer Isomatte für die Außenscheibe macht der Camper nicht viel falsch. Schnell angebracht, senken sie merklich den Gasverbrauch und erhöhen den Komfort an Bord.

Bildergalerie

Isomatten für die Frontscheibe: Wohnmobil-Isolierung für innen und außen

Über die großen Fensterfronten – insbesondere bei Integrierten – entweicht ein Großteil der Wärme. Die Auswahl an Herstellern von Isomatten für Fensterscheiben ist entsprechend groß – auch die Preisspanne. Kantop und Hindermann bieten eine sehr breite Palette an unterschiedlichsten Ausprägungen, aber auch die üblichen Verdächtigen wie Fritz Berger und Reimo, sowie Fiamma und WiGo-Zelte haben verschiedene Exemplare im Programm. Zur Auswahl stehen Matten, die innen oder außen an der Scheibe angebracht werden, aber auch ganze Hauben, die weitere Teile des Fahrerhauses und den Motorraum mit einbeziehen. Höherwertige Modelle beinhalten zudem die praktische Möglichkeit, die Abdeckung teilweise freizulegen, ohne die gesamte Matte oder Hülle vom Fahrzeug entfernen zu müssen. So kann tagsüber Sonne ins Reisemobil strahlen und der Ausblick genossen werden und abends, wenn die Temperaturen sinken, die Abdeckung wieder geschlossen werden. In der Regel stehen die Modelle für sämtliche Aufbauformen und Basisfahrzeuge zur Wahl.

Foto: Kantop-Isomatten

Fußraumisolierung

Auch die Fußraumisolierung spielt beim Thema Wohnmobil-Isolierung eine wichtige Rolle. Sie verhindert Zugluft und das Eindringen kalter Luft im Fußraum des Fahrerhauses, warme Füße inklusive. Praktisch: gleichzeitig führt dies zu einer zusätzlichen Geräuschdämmung. Die Kantop Noisetherm Fußraumisolierung aus zehn Millimeter dickem Isolierschaum und Veloursstoff wird einmal eingebaut – hierbei werden die Austrittsöffnungen der Heizung verlängert – und verbleibt im Fahrzeug. Preis: 42 Euro/laufender Meter. www.kantop-isomatten.de

Vorhang

Eine weitere Isolierungsmöglichkeit ist die Abtrennung des Fahrerhauses, der Aufbau – oder Hecktüre zum Wohnraum über eine Art Vorhang. Im Optimalfall isoliert der Vorhang das komplette Fahrerhaus – von Sicherheitsgurt bis Sicherheitsgurt und von oben bis unten – und bedeckt und somit alle Fahrerhaus-Kältebrücken bei Teilintegrierten. Diese effiziente Lösung hat zudem den Vorteil, dass die drehbaren Sitze mit eingeschlossen sind und genutzt werden können. Isotherm XXLVorhang von Kantop: ab 45 Euro/laufender Meter.

Foto: Kantop-Isomatten
Foto: Armacell

Dämmung für Selbstausbauer

von Armacell. Wer selbst aktiv werden möchte und den Innenraum seines CamperVans an bestimmten Stellen dämmen möchte, um Tauwasser zu verhindern und eine bessere Isolierung zu erlangen, für den gibt es spezielle Camper-Sets, bestehend aus selbstklebenden Isolierplatten (5x6m²), Cleaner zur Reinigung des Untergrundes, Messer und AF-Tape. AF/ArmaFlex Camper-Set Iso ist ab 647 Euro zu haben. www.armacell.de; www.isotec-isolierungen.de

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Redaktion
Philipp Pilson
Philipp Pilson unterstützt das Team der Reisemobil International seit Oktober 2018 und ist Online- und Social Media-Experte.
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