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EHG North America

Hunderte Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz

Aktuellen Meldungen zufolge wurden bei der Erwin Hymer Group North America (EHG NA) die Werke in Kitchener und Cambridge geschlossen.

Erwin Hymer North America soll nach dem Thor-Deal weiterhin Liquiditätsengpässe gehabt haben und auch nicht in der Lage gewesen sein, seinen finanziellen Verpflichtungen (darunter Lohn- und Gehaltszahlungen) nachzukommen. Am 15. Februar 2019 wurde, laut eines Sprechers des zuständigen Gerichts in Toronto, die EHG NA in “receivership” versetzt, was eine Form der vorläufigen Insolvenz darstellt. Laut der eingereichten Unterlagen sollen die Verbindlichkeiten bei rund 300 Millionen Kanadischer Dollar (ca. 200 Millionen Euro) liegen.

Im ersten Schritt wurde der gesamten Belegschaft fristlos gekündigt. Insgesamt sollen 800 Mitarbeiter betroffen sein. Bereits kurz danach war die Firmen-Website nicht mehr erreichbar, vom Unternehmen selbst gab es bisher noch keine offizielle Stellungnahme.
Auf unsere Anfrage bei der Erwin Hymer Group SE erhielten wir die Info, dass diese die Ereignisse in Kanada nicht kommentieren können, da die EHG NA nicht mehr Teil der Erwin Hymer Group ist.

Erst Mitte Januar erreichte uns die Meldung, dass die Erwin Hymer Group die Geschäftsaktivitäten der Erwin Hymer Group North America (EHG NA) prüfe – Untersuchungen hatten Unregelmäßigkeiten im Berichtswesen des Unternehmens ergeben. Im Verlauf der Untersuchungen wurden mehrere Manager der EHG NA suspendiert. Aufgrund dessen verhandelten Thor Industries und die Gesellschafter der Erwin Hymer Group den Abschluss des Kaufs der Erwin Hymer Group neu und schlossen die Erwin Hymer Group North America mit der Kernmarke Roadtrek aus, wodurch sich der Kaufpreis um 170 Millionen Euro (194 Millionen USD) reduzierte, die zu übernehmenden Verbindlichkeiten verringerten sich um 180 Millionen Euro (205 Millionen USD).

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