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Bürstner Nexxo time t 660 Summer im Test

Mit dem Summer in den Winter

Nexxo time Summer Edition nennt Bürstner seine Baureihe mit üppiger Ausstattung. Eine winterliche Fahrt zeigt, was der Teilintegrierte kann.

Vor gut zwei Jahren präsentierte Bürstner auf dem Caravan Salon die beiden neuen Serien Nexxo und Nexxo time. Bei beiden Modellen handelt es sich um Teilintegrierte. Der Nexxo time ist die günstigere Baureihe, sein Aufbau ist noch mit Holz verstärkt. Der Nexxo hingegen kommt ohne Holz in den Wänden aus und ist deshalb teurer.

Zur Probefahrt nahm Reisemobil International in diesem Winter die Sonderedition Nexxo time t 660 Summer mit nach Zell am See. Der Grundriss des Fahrzeugs ist gängig, viele Hersteller haben ihn im Programm – im Heck ein französisches Bett und daneben ein großes Raumbad. Vor dem Bad steht ein schmaler, aber hoher Kleiderschrank, an den die geräumige L-Küche anschließt. Gegenüber der Kühlschrank, vorn eine Halbdinette. Worin liegt aber nun der Unterschied der Sonderedition Summer zum normalen Nexxo time? Ganz klar im Ausstattungspaket. Die beiden Summer-Grundrisse der Baureihe Nexxo time haben in der Serienausstattung im Vergleich wesentlich mehr zu bieten.

Schon auf der Fahrt ins Skigebiet überzeugt der Nexxo time Summer. Die Möbel sind solide verbaut. Weder die Schubladen noch die Möbelklappen noch die Abdeckungen in der Küche knarzen oder klappern über Gebühr. Basis des Testfahrzeugs ist der Fiat Ducato mit dem 2,3-Liter-Multijet-Motor und 130 PS. Er treibt den Nexxo time souverän voran und lässt das Fahrzeug im Verkehr mitschwimmen.

Auch bei höheren Geschwindigkeiten entstehen kaum störende Windgeräusche. Entspannt kommen wir im Skigebiet an. Die Service-Unit mit Stromanschluss, Frischwasser-Befüllung und Frischwasser- und Boilerentleerung verbaut Bürstner serienmäßig auf der Fahrerseite. Praktisch, weil man so zentral Zugang zu allen wichtigen Versorgungselementen hat. Wir räumen unser Gepäck aus der Heckgarage, die für einen Teilintegrierten wegen der Grundriss-Eigenschaften recht klein ausfällt.

Weil das Bad im Heck sitzt, reicht die Heckgarage nicht über die ganze Fahrzeugbreite, es kann nicht durchgeladen werden. Neben der Heckgarage verbaut Bürstner den Gaskasten. Die zwei Elf-Kilogramm- Gasflaschen stehen hintereinander, was allerdings den Gasflaschentausch etwas erschwert.

Im Inneren hat es reichlich Stauraum für Kleidung. Über dem französischen Bett reihen sich vier Dachstaukästen, zwei weitere über der Sitzgruppe. Ein großer Schrank zwischen Küche und Bad und ein weiterer neben den Kühlschrank bieten reichlich Stauraum. Den Mittelpunkt des Fahrzeugs bildet sicherlich die geräumige L-Küche. Wer gerne im Reisemobil kocht, wird diese Küche schätzen. Zwischen dem Drei-Flamm-Kocher und dem runden Edelstahl-Spülbecken gibt es ausreichend Arbeits- und Ablagefäche. Geschirr und Küchenutensilien packen wir in die beiden Oberschränke und in die drei tiefen Schubladen im Unterschrank. Sie laufen rund in den Metallschienen, der Soft-Einzug schließt sanft.

Unter dem Spülbecken findet ein weiterer Stauschrank Platz. Dort kommt die Getränkekiste rein. Serienmäßig ist auch der schmale 145-Liter-Kühlschrank von Dometic mit an Bord.
In der Halbdinette sitzen am Tisch mit gedrehten Vordersitzen, Sitzbank und seitlichem Notsitz bis zu fünf Leute. Geschlafen wird im 196 mal 134/106 Zentimeter großen französischen Bett mit Kaltschaummatratze. An sich ist das Bett sehr bequem. Nur mit der Bettbreite wird nicht jeder zurechtkommen. Als Paar liegt man doch recht eng aufeinander.

Wer nachts Freiraum braucht und sich viel bewegt, sollte sich vielleicht doch für den Grundriss mit Einzelbetten entscheiden. Der durch das schmale Bett gewonnene Platz kommt dem Bad zugute. Hier hat man reichlich Bewegungsfreiheit. Am Eingang liegt das Waschbecken, gegenüber im Heck die Toilette und ein großer Schrank mit
zwei offenen Ablagen. Gut laufende Duschtrennwände schützen das restliche Bad vor Spritzwasser. Praktisch sind auch die Handtuchhaken. In punkto Möbelbau gibt es nicht viel zu beklagen. Bündige Umleimer umschließen die Möbelkanten. Die Klappen stattet Bürstner mit stabilen Scharnieren aus. Durch die breite Aufbautür von 70 Zentimetern ist der Einstieg ins Mobil komfortabel.

Der Nexxo time t 660 Summer ist wirklich gut durchdacht und hat eine üppige Serienausstattung. Und er überzeugt auch im Winter. Nichts gefriert, die Heizung läuft.

Technische Daten

  • Fahrgestell

    Fiat Ducato, 2,3 Liter Multijet, 96 kW (130 PS), Sechsganggetriebe, Frontantrieb

  • Maße und Masse

    (L x B x H) 679 x 230 x 274 cm, Radstand: 380 cm, zul. Gesamtmasse: 3.500 kg

  • Füllmengen

    Frisch-/Abwassertank: 120/90 l, Gas: 2 x 11 kg

  • Bett

    196 x 134/106 cm

  • Serienausstattung (Auszug)

    Tempomat, Alufelgen 16 Zoll, Klimaanlage, Fahrer- und Beifahrerairbag, Außenspiegel elektrisch verstell- und beheizbar, Remis-Fahrerhausverdunklung, Lederlenkrad und Lederschaltknauf, Kombisteckdose, Multimedia-System inklusive Navigation und Rückfahrkamera, Sonnenmarkise, Aufbautür Premium XL, Halterung Flachbildschirm, Kühlschrank 145 l

  • Grundpreis/Testwagenpreis

    54.590 Euro/55.947 Euro

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