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Schrauber-Tipps: Heckauszug

Platz gemacht

Der Dauertest-Kastenwagen von RMI bietet immensen Stauraum unter seinem großen Heckbett. Wie nutzt man ihn perfekt? Step 1: Ein Heckauszug muss her.

Der Vantourer 630 L kommt im Seriensetup mit zwei riesigen Etagenbetten für Längsschläfer im Heck. Hier nächtig man entspannt auf 195 mal 185 Zentimetern, darunter: ein mächtiger Stauraum. Wer zu zweit unterwegs ist, demontiert mit wenigen Handgriffen das untere Bett, nächtigt auf dem spielend leicht in der Höhe verstellbaren oberen Bett. Der Stauraum ist nun in der Höhe flexibel gestaltbar.

Um den Raum bestmöglich zu organisieren, entscheiden wir uns für einen Heckauszug von Mobilade und Fahrradhalter, um die Bikes jederzeit sicher und trocken transportieren zu können (siehe RMI 8/2022).

Die Mobilade wird in Lübeck aus einer hochfesten Aluminium-Legierung und Edelstahl hergestellt, mit rund 13 Kilogramm ist sie unschlagbar leicht, die Duo 120 (120 Zentimeter tief) lässt sich dennoch ganze 100 Zentimeter ausziehen. Bestückt wird sie mit gängigen Euro-Norm-Boxen, die es für kleines Geld in jedem Baumarkt gibt. Diese rutschen mit ihrem Sockelprofil exakt in die Mobilade hinein, sitzen bombenfest.

Die Duo 120 kommt als Bausatz mit vollständigem Schrauben- und Werkzeug-Set. Mithilfe des Montagevideos (QR-Code scannen) gelingt der Aufbau kinderleicht. Sogar eine Schraubensicherung liegt dem Set bei.

Da der Vantourer vier Zurrösen im Boden bietet, entscheiden wir uns für ein flaches Nutprofil als Basis für die Mobilade und die Gabelhalter für die Bikes. So brauchen wir keine Löcher im Boden zu bohren, das gewählte Zubehör (Schubladen, Radhalter) kann jederzeit umplatziert oder etwas verschoben werden. Das lichte Maß zwischen den Heckschränken im Vantourer misst etwa 120 Zentimeter, zwei aufs exakte Maß geschnittene Profile bestellen wir im Internet für 36 Euro, die passenden M8er-Nutsteine gibt’s dort ebenso für kleines Geld. Wer auf ovale Nutsteine (siehe Detailbild) setzt, muss diese nicht von einer Schienenseite einschieben, sondern kann diese an jedem beliebigen Ort der Schiene „einklippen“. Ein großer Vorteil, wenn man schon anderes Zubehör verschraubt hat, was man sonst lösen müsste.

Die Mobilade kommt serienmäßig mit Montagewinkeln, um sie, falls nötig und gewünscht, etwas höher über dem Boden zu platzieren. Das ist beispielsweise bei Stauraumöffnungen mit erhöhter Klappenkante nötig. Die Höhenverstellung lässt sich von 30 bis 58 Millimeter justieren.

Beim flachen Boden und den Heckflügeltüren des Vantourers verzichten wir auf die Adapter. Der seitliche Tischhalter ist übrigens mit vier Schrauben blitzschnell montiert, ein Gurt sichert den Tisch – ist dieser lose, lässt sich der Tisch einfach herausziehen. Klasse Ergänzung aus unverwüstlichem Edelstahl für stattliche 119 Euro (passt für Duo und Trio 120). Die hier vorgestellte Mobilade Duo 120 (ohne Boxen) liegt preislich bei 959 Euro. Der Versand ist kostenfrei und – löblich – klimaneutral. Eine einfache, sozusagen einstöckige, 90 Zentimeter lange Mobilade startet preislich bei 377 Euro. Mono XL-Lade ist beispielsweise 215 Zentimeter lang und eignet sich für besonders breite Heckgaragen mit Türen auf beiden Seiten – auch bei (Teil-) Integrierten. Da sie zu beiden Seiten bis zu 60 Prozent ausziehbar ist, kommt man sogar bequem an die mittleren Boxen heran.

Fazit: Die leichte Mobilade überzeugt qualitativ auf ganzer Linie. Montage und Handling im Alltag sind kinderleicht, der versteifte Rahmen steht bombenfest. Einzig das Spiel in den Führungen führt hin und wieder zu leichtem Klappern. Da lassen wir uns noch etwas einfallen.

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Redaktion
Karsten Kaufmann
Karsten Kaufmann ist seit 2007 bei der Reisemobil International und ist Experte für Praxis und Zubehör.
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