Galerie: Gaswarner im Labortest

Gaswarner retten im Extremfall Leben. Neun Geräte für Propan/ Butan, Narkosegase und tödliches Kohlenmonoxid im aufwendigen Labortest.

Gaswarner sind einem Airbag im Fahrzeug nicht ganz unähnlich: Über Jahre absolvieren sie ihren Dienst nahezu vergessen im Verborgenen, in einer kritischen Situation aber retten sie Leben. Daher stellt sich weniger die Frage, ob man einen Gaswarner an Bord haben sollte, sondern eher welchen?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen zwei Arten von Gaswarnern: Jene, die Flüssiggas (LGP), also Propan/Butan und Narkosegase erkennen, und solche, die ganz speziell auf die Sondierung des tödlichen Kohlenmonoxids (CO) getrimmt sind. Ein Umstand, der die unsäglichen Diskussionen von selbst ernannten Experten im Internet auch gleich ad absurdum führt. Denn diese kommen regelmäßig zu dem Schluss, dass Überfälle mit Narkosegasen nicht stattfinden und einzig eine Erfindung von Herstellern und Händlern seien, Investitionen in entsprechende Warnsysteme somit Nonsens seien. Doch diese Diskussion führt komplett am Ziel vorbei – denn kaum ein Kunde wählt explizit einzig und allein einen Narkosegaswarner – es sei denn, er kocht und heizt in seinem Reisemobil völlig gasfrei. Nein, meist kaufen Kunden einen Gaswarner, damit ausströmendes Flüssiggas rechtzeitig erkannt wird. Denn schon ein kleiner Funke kann bei einem Gasleck zu einer verheerenden Gasexplosion mit ebenso verheerenden Folgen für die Reisenden führen. Sicherlich, ein unwahrscheinliches, aber nicht auszuschließendes Ereignis. Der Autor dieser Zeilen war Zeuge solch eines Vorfalls.

Die Empfehlung, einen Gassensor nicht zu erwerben, kann nur als höchst fahrlässig eingestuft werden – auch vor dem Hintergrund, dass Überfälle mit Narkosegasen sicherlich eher selten vorkommen. Mit einer Investition in einen LP-Gaswarner sind alle möglichen Bedrohungsszenarien abgedeckt: Gasleck und Narkosegasattacke. Ohne Frage: Eine Investition, die man jedem guten Freund empfehlen würde.

Insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Gasprüfungspflicht G 607 für Reisemobile vorübergehend bis zum 1.1.2023 außer Kraft gesetzt wurde, ist nun jeder Reisemobilist für seine Sicherheit und die seiner Mitreisenden selbst verantwortlich.

Kohlenmonoxid ist in jedem Fall ein geruchloses Gas. Entsteht es in einem engen Raum, sind die Folgen meist tödlich. Auch hier ein klarer Tipp der Redaktion: Reisemobil International 5/2020 53 CO-Warner – eine lohnende Investition. Doch nicht jeder Gaswarner hält, was er verspricht. Einige erkennen nicht einmal die Gasarten, für die sie konzipiert wurden. Andere erst bei gesundheitlich bedenklichen Konzentrationen. Lesen Sie auf den folgenden Seiten, welcher Gaswarner alle wichtige Prüfungen im Test souverän meistert – und welcher eben nicht. Zwei Produkte schnitten derart schlecht im Test ab, dass sie von den Herstellern, als Reaktion auf diesen Test, direkt vom Markt genommen wurden. Für uns als Redaktion bedeutet dies eine Art Ritterschlag, die den gewaltigen Aufwand eines solchen Tests rechtfertigt und für die Sicherheit von Ihnen, unseren Lesern, eine enorme Auswirkung haben könnte – auch wenn ein Gasleck oder Narkosegas-Überfall unwahrscheinlich sein mögen. Womit wir wieder beim Beispiel Airbag wären.

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Werte ab 75 dB können als ausreichend laut eingestuft werden. Allerdings ist neben der reinen Lautstärke auch die Art des Tones zu bewerten. Ein scharfer, besonders hochfrequenter Ton signalisiert einen Alarm sehr viel besser als ein angenehmer, etwas brummiger.

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